Häufig gestellte Fragen

Kommt der Körper ohne Nahrung aus?
Ja, der menschliche Körper besitzt die Fähigkeit, eine gewisse Zeit ohne feste Nahrung auszukommen. Unser Körper kann zwei bis drei Tage ohne Flüssigkeit überstehen, aber ohne Schwierigkeiten zwei bis drei Wochen ohne feste Nahrung. Unter ärztlicher Betreuung ist dies sogar bis zu sechs Wochen möglich. Und nicht nur das; für den Körper ist die Fastenzeit eine Zeit der Regeneration und der Gesundheitsförderung.
Dabei ist die Gewichtsreduktion ein angenehmer Nebeneffekt und nicht das eigentliche Ziel.
Was tue ich gegen den Hunger?
Natürlicherweise treten zum Beginn des Fastens Hungergefühle auf. Der Körper muss sich erst auf die innere Energieversorgung einstellen.
Gegen den aufkommenden Hunger gibt es einfache Hilfsmittel, wie häufige Trinkportionen, Bewegung, oder die Darmspülung.
Unser Wohlbefinden beim Fasten ist stark geprägt durch die Tatsache, dass wir aus einer guten Ernährungssituation freiwillig auf die Nahrungsaufnahme verzichten. Unser Gehirn reagiert nicht mit Stress auf eventuelle anfängliche Hungergefühle.
Warum Darmentleerung/Darmspülung?
Das Fasten beginnt mit einer gründlichen Darmentleerung als Signal für die Stoffwechselumschaltung. Es werden nun Prozesse in Gang gesetzt, um auf die körpereigenen Energiespeicher zuzugreifen. Initiiert wird die Darmentleerung zum einen mithilfe von Glaubersalz, das zum Trinken in warmen Wasser gelöst wird. Zum anderen kommt der Irrigator zum Einsatz. Der Darm wird durch den Einlauf von Stoffwechselabbauprodukten gereinigt, die auch ohne Nahrungszufuhr weiterhin anfallen. Zudem nimmt der tägliche Einlauf aufkommende Hungergefühle.
Wer darf Fasten?
Grundsätzlich darf jeder gesunde Mensch fasten, der sich gesund fühlt und nicht auf die regelmäßige Einnahme von lebensnotwendigen Medikamenten angewiesen ist.
Nicht fasten sollten:

  • Menschen unter 16 Jahren
  • Schwangere und Stillende
  • Menschen mit Diabetes mellitus Typ 1
  • Magersüchtige
  • Seelisch instabile Personen
Habe ich genug Kraft für Bewegung und Sport?
Zunächst ist das Bewegungs- und Sportangebot für jeden Fastenden freiwillig.
Jeder Fastende hört auf seinen Körper und entscheidet selber, welche Angebote er annimmt und wie lange.
Jeder Fastende macht jedoch die Erfahrung, wie wohltuend Bewegung beim Fasten ist.
Durch Sport und Bewegung werden die Ausscheidungsvorgänge gefördert, der Kreislauf kommt in Schwung, der Körper wird stärker mit Sauerstoff versorgt, die Gruppendynamik hebt die Stimmung. Die sportliche Betätigung signalisiert dem Körper, dass weiterhin Aktivität und kein Sparprogramm angesagt ist.
Nicht von ungefähr berichten viele Fastende von einem Gefühl, als könnten sie Bäume ausreißen.
Wie viel Gewicht verliere ich beim Fasten?
Der Gewichtsverlust ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Je nach körperlicher Beschaffenheit und Geschlecht variiert er zwischen drei und sechs Kilo bei einer achttägigen Fastenzeit.
Nach dem Fasten erfolgt in den Aufbautagen eine langsame und behutsame Nahrungsumstellung. Die Aufbautage sollten ungefähr ein Drittel der Fastenzeit in Anspruch nehmen. Das heißt, bei einer achttägigen Fastenzeit benötigen wir zwei bis drei Aufbautage.